Führungsausbildung
Pioniere einer neuen Führungskultur
Dich selbst führen, deiner Quellkraft folgen, führen, wo deine Führung dran ist – und dich anvertrauen, wo andere sich trauen. Traust du dich?
Die Führungskultur der neuen Zeit verbindet Klarheit und Entscheidungskraft mit Offenheit und Achtsamkeit. Statt fertiger Antworten geht es um mutige nächste Schritte, getragen von vielen „Leuchttürmen“, die sich gegenseitig ergänzen.
Spannungen werden dabei nicht verdrängt, sondern als Quelle für Entwicklung genutzt. Dieses Training lädt Pioniere ein, eine neue Kultur des Führens zu verkörpern – bewusst, gemeinschaftlich und dem Wohle aller verpflichtet.
Worum es geht
Vier Gedanken, die uns leiten
Die Krux vom Führen und sich führen lassen
Entweder hat jemand das Sagen, oder wir versuchen, jedes Anliegen zu berücksichtigen – beides ist nur bedingt wirkungsvoll. Die Führungskultur der neuen Zeit verbindet die schnellen Entscheidungen hierarchischer Führung mit der Stärke des Konsens.
Viele Leuchttürme
Wir gehen immer nur den nächsten guten Schritt – sicher genug, um ausprobiert zu werden. Das macht Entscheidungen leicht und schafft Platz für viele Leuchttürme, die nebeneinander strahlen, statt sich zu überschatten.
Spannungsbasiertes Arbeiten
Hinter jeder Spannung stecken Gefühle und Bedürfnisse. In gut moderierten Räumen führen kleine Teams jede Spannung zeitnah zu einem nächsten guten Schritt – bevor sie zur Krise wird.
Führung prägt das Bewusstsein eines Teams
Jede Gruppe wird maßgeblich durch den Reifegrad ihrer Führung geprägt. Mit unserer Bewusstseinsampel schauen wir darauf, was Führung braucht, um sich in einen „grünen Raum“ hinein zu entfalten.
Die Ausbildung
Eine spiralförmige Lernreise
Wie kann Führung heute gelebt werden – im Beruf und im eigenen Leben? Für uns beginnt sie mit der Anbindung: an eine größere Quelle, die durch uns wirken möchte mit Impulsen für das, was durch uns in die Welt möchte.
Unsere Ausbildung unterstützt Menschen darin, diese Anbindung wieder zu spüren und aus ihr heraus Schritte zu gehen. So wächst die eigene Quellkraft und mit ihr die Klarheit, wofür du da bist. Dafür voranzugehen, gemeinsam mit anderen – und sich dabei auch der Führung anderer anzuvertrauen, wo sie dran ist: Das sich zu trauen, ist der Kern einer neuen Führungskultur, die dem Wohl des Ganzen dient.
Sechs Wochenenden bilden eine spiralförmige Reise, die sich auf immer neuen Ebenen fortsetzt – mit der Stimme deines Herzens als Kompass.
Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Voraussetzung sind mindestens drei aufeinanderfolgende Wochenenden, wir empfehlen zwei bis drei Runden. Nach dem ersten Zyklus wechselst du die Rolle: vom Lernen ins Mitgestalten. Als Pionierin oder Pionier einer neuen Führungskultur prägst du die nächsten Runden mit.
Mehr dazu
Wir alle kennen Zeiten oder Orte, in denen ein gutes Miteinander überraschend einfach gelingt. Diese Qualitäten erforschen wir gemeinsam und bringen sie bewusst in den beruflichen und persönlichen Alltag.
Wir erleben, dass alte Führungsmodelle nicht mehr angemessen sind. Es braucht einen Paradigmenwechsel – hin zu einer Führungskultur, die über Trägheit und Ego hinauswachsen lässt.
In den letzten 100 Jahren sind bahnbrechende Umwälzungen geschehen – z. B. die Gleichstellung von Mann und Frau, der Siegeszug der Demokratie, der Wandel von reiner Existenzsicherung hin zur Suche nach Sinn und Selbstverwirklichung in der Arbeit, die Erkenntnisse der modernen Neurobiologie über die Veränderbarkeit unseres Gehirns oder das Wissen um pränatale und nachgeburtliche Prägungen der ersten Lebensjahre. Heute ist die Zeit reif, dass wir im Kontext von Unternehmen eine neue Führungskultur gestalten – indem wir das schon vorhandene Wissen mutig weiterentwickeln und in die Breite tragen.
An sechs aufeinanderfolgenden Wochenenden vermitteln wir die Kernkompetenzen unserer aktuellen Forschung, die wir auf einzigartige Weise miteinander kombinieren. Wir laden dich auf eine spiralförmige Reise in unterschiedliche Räume und Ebenen ein: einen sechsteiligen Prozess, der sich zyklisch auf immer neuen Ebenen fortsetzt.
Um die Essenz dieser Arbeit tief im eigenen Leben zu verankern und kraftvolle Veränderungen in deinen Projekten zu bewirken, empfehlen wir, mindestens zwei bis drei Runden mit uns zu drehen.
Die Stationen unserer Reise
Tippe auf eine Station, um mehr zu erfahren.
Die Reise dreht sich spiralförmig weiter: Nach Station 6 beginnt die nächste Runde auf einer neuen Ebene.
Station 1
Persönliche Selbstführung
Gute Führung beginnt bei uns selbst: bei der Fähigkeit, der eigenen Herzensstimme zu lauschen und aus ihr heraus zu handeln. Wir alle sind an eine höhere Intelligenz angebunden, die in verschiedenen Traditionen und Kulturen unterschiedliche Namen trägt. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Zeit reif ist, diese tiefere Verbundenheit bewusst zu kultivieren und gezielt für eine organische Führung zu nutzen.
Dabei sind wir eingeladen, unseren Horizont zu weiten und neue Formen sowie andere Sprachen des Wissens zu würdigen. Gemeinsam üben wir uns darin, persönliche Impulse mutig mit der Gruppe zu teilen, um auf einer völlig neuen Ebene voneinander und miteinander zu lernen.
Ein wichtiges Werkzeug dafür ist die Bewusstseinsampel nach S. J. Dick. Sie zeigt uns, dass ein und derselbe Mensch dieselbe Situation – abhängig vom Zustand seines Nervensystems und seiner Gehirnfrequenz – völlig unterschiedlich wahrnimmt und verarbeitet. Die Fähigkeit, diese inneren Zustände bei sich und anderen rechtzeitig zu erkennen und flexibel damit zu spielen, wird zu einer deiner wertvollsten Kernkompetenzen als Führungskraft.
Station 2
Spannungsbasiertes Arbeiten im Konsent
Holakratie, Soziokratie
Hier verabschieden wir uns von der Idee, dass andere etwas falsch machen, und übernehmen stattdessen zu 100 % Eigenverantwortung. Es braucht Übung, die eigenen inneren Spannungen überhaupt erst wahr- und ernst zu nehmen. Ignorieren wir sie, brechen sie meistens in den ungünstigsten Momenten unkontrolliert hervor.
Die Unterscheidung zwischen den sechs Grundspannungen und der „Einen“ bringt sofort Ordnung und Klarheit in das typische Dickicht aus Frust und Unzufriedenheit. In gut moderierten Räumen – die je nach Art der Spannung völlig unterschiedlich gestaltet sind – darf alles ehrlich da sein. So lösen sich Konflikte oft in kürzester Zeit auf und bewirken, fast wie nebenbei, kontinuierliche Wachstumsschritte für das gesamte Projekt.
Station 3
Krisen von Teams managen
Sobald zwei oder mehr Menschen ein gemeinsames Ziel verfolgen, wird es komplex. Herausfordernde Überraschungen lassen sich selbst nach Jahren der Zusammenarbeit kaum vermeiden. An diesem Wochenende schauen wir mit einem klaren, wohlwollenden Blick auf das, was ist: auf unsere automatische Fokussierung auf Fehler und Schwächen und auf die Muster, die uns in Krisen immer wieder einholen.
In tiefer Prozessarbeit gehen wir zu den Wurzeln. Mit Projektions- und Triggerarbeit kommen wir unseren Identifikationen und früh verankerten Mustern auf die Schliche. Das kann schmerzhaft sein, und es lohnt sich: Unsere tiefste Wunde ist zugleich der Geburtsort unseres größten Potenzials. Wo wir loslassen, was wir für unsere Schwäche hielten, entdecken wir unsere Stärke und einen echten Raum von Handlungsfreiheit.
Station 4
Rollenbasiertes Miteinander
Wenn du dich traust, deiner ganz eigenen Spur zu folgen, löst du dich von Konventionen und Erwartungen von außen. Du kommst deiner Ahnung näher, wer du bist und wofür du hier bist, und experimentierst mit Rollen, die ganz deiner Kompetenz und Leidenschaft entsprechen. So findest du deinen Platz in einer Gruppe, Gemeinschaft oder einem Team.
Damit das im Miteinander gelingt, braucht es Klarheit: Wer übernimmt was? Wo Rollen unausgesprochen bleiben, entstehen leicht Konflikte. In regelmäßigen Rollenmeetings finden die Spannungen dahinter einen Raum und lösen sich auf stimmige Weise. Wie das geht, erleben und üben wir an diesem Wochenende ganz praktisch.
Station 5
Initiator und Quelle sein, Veränderung wagen
Die Quellprinzipien nach Peter Koenig
Die Quellprinzipien lösen das Dilemma der Frage: Wer führt wann und wo? Dabei geht es nicht um autokratische Macht, sondern darum, wer die wesentlichen Impulse für die Weiterentwicklung einer Initiative setzt. Peter Koenig erforscht dieses Feld seit Jahrzehnten und zeigt: Diese Kraft geht immer von der Quellenperson aus – also der Person, die als erste für eine Sache ins Risiko gegangen ist. Besonders kraftvoll wird ein Projekt, wenn sich mehrere Quellenpersonen zusammentun und jede ihr eigenes Quellfeld energetisch trägt.
Einem Initiator, einer Quellenperson mit Hingabe zu folgen, ist ein Genuss, wenn diese Person in ihrer Kraft und Anbindung ist. Doch die Verantwortung dafür tragen wir alle. Stell dir vor, was für eine Schöpfungskraft ein Team entfaltet, in dem jeder seine ganz persönliche Quellen-Qualität lebt und die der anderen aktiv fördert und stärkt!
Station 6
Längerfristige Begleitung von Teams
Prozessbegleitung – Komplexität machbar ergreifen
Jetzt geht es darum, dein Quellfeld in die Welt zu bringen und dabei mindestens zwei spezifische Quellen zu integrieren – Menschen, die ihre eigene Quellkraft leben und eigenständig für einen Teil deiner Vision gehen. Vielleicht stellst du dich damit auch in ein anderes Quellfeld – oder du stellst deine Erfahrung als Prozessbegleitung für die Quellfelder anderer zur Verfügung.
Dafür vertiefen wir das Thema Prozessbegleitung: Was verstehen wir darunter, und wem empfehlen wir sie? Welche Voraussetzungen braucht ein Quellfeld, damit Begleitung gelingt – vom guten Start über eine sinnvolle Vorgehensweise bis zur Frage, was sie kosten darf? Und was brauchst du, um dir selbst zuzutrauen, andere zu begleiten?
Ganz praktisch schauen wir, wer sich in seinem eigenen Quellfeld eine Begleitung gönnen möchte, wer sich als Begleitung zur Verfügung stellt und welche Vorteile ein Blick von außen bringt. So wird Komplexität machbar – und aus der Ausbildung wächst ein lebendiges Netz gegenseitiger Begleitung.
Kosten
Ein paar Sätze zum Geld
Auch beim Thema Geld erforschen und gehen wir neue Wege: Jeder Zweig gestaltet seine Beitragsstruktur eigenverantwortlich – etwa über Beitragsrunden oder feste Preise, zum Beispiel für Unternehmen. Geld soll dabei niemals ein Hindernis sein.
Eine unserer Grundhaltungen ist es, das Leben durch unser Wirken zu bereichern. Darum achten wir darauf, niemals etwas für Geld zu tun. Vielmehr wollen wir Geld empfangen, um das zu tun, was wirklich Sinn stiftet.
Mehr dazu
Diese Haltung verändert unseren Blick auf Geld, Leistung und Verantwortung grundlegend. Denn womöglich bedingt die Art unseres aktuellen Wirtschaftens viele, wenn nicht gar die meisten Konflikte und Probleme, die wir auf der Welt erleben. Das kollektive Denken legt uns nahe, immer möglichst günstig wegzukommen.
Doch was wäre, wenn wir die gängige Logik von Geld als bloßem Gegenwert für eine Leistung beiseitelegen? Was würde sich ändern, wenn wir stattdessen Geld geben, um Dinge zu ermöglichen, die uns am Herzen liegen? Wenn du einen festen Preis bezahlst, bist du Konsument. Wenn du jedoch einen Beitrag leistest, übernimmst du Mitverantwortung für das Gelingen des Ganzen.
Darum erforschen und gehen wir neue Wege. Inspiriert vom Vorbild der Solidarischen Landwirtschaft experimentieren wir mit unserer Preisstruktur und nutzen sogenannte Beitragsrunden. Die Teilnehmenden jedes Kurses tragen die Kosten gemeinschaftlich und sind selbstverantwortlich für die Ausgestaltung ihrer Beitragsstruktur. So können in jeder Gruppe ganz eigene, stimmige Lösungen entstehen.
Zur Orientierung: Um die reinen Organisationskosten zu decken, gibt es einen Mindestbeitrag von 150 € pro drei Wochenenden. Darüber hinaus lag die Spanne dessen, was Menschen bisher beigetragen haben, zwischen 300 und 3.000 €. Wir sind zutiefst offen dafür, Geld in seiner ganzen Fülle zu empfangen, um dieses Wirken in die Welt zu tragen – und gestalten den Raum so, dass jeder Beitrag das Gelingen sichert.
Geld sollte niemals der Grund sein, nicht an unserem Führungstraining teilzunehmen. Wenn es daran zu scheitern droht, komm bitte einfach auf uns zu.
So kommst du dazu
Voranmelden und persönlich absprechen
Du meldest dich unverbindlich voran. Danach melden wir uns bei dir und besprechen persönlich, in welchem Zweig, wann und wo du dabei sein möchtest.
Voraussetzung für die Teilnahme sind mindestens drei aufeinanderfolgende Wochenenden. Die Wochenenden gehen jeweils von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 14 Uhr.
Die Voranmeldung dauert etwa zwei Minuten und ist noch keine verbindliche Anmeldung.
Die Zweige der Ausbildung
Die Zweige werden geladen.
Daraus gewachsen
PioLab Culture
Aus den Pionieren ist eine Praxis- und Lerngemeinschaft entstanden: abwechselnd Prozessraum und Themenraum, online und offen auch für Menschen, die uns kennenlernen möchten.